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Kasten Gepäckwagen Gattung Pw Sa 17

 

Diesen 1918 in der Sächsischen Waggonfabrik in Werdau gebaute Gepäckwagen nahmen die K.Sächs.Sts.E.B. mit der Nr. 65992 in Dienst. Die Deutsche Reichsbahn wies ihm 1923 die Interimsnummer Dresden 93767 zu, der nach 1930 die Nummer 111485 Dresden folgte.

Seit 1958 trägt dieser Wagen die Reichsbahnnummer 730-230 und war bei seiner Ausmusterung am 19. September 1969 im damals zur Rbd Dresden gehörenden Gera beheimatet.
Anschließend diente sein Aufbau zusammen mit den Kästen von zwei preußischen und einem württembergischen Gepäckwagen sowie eines französischen Expressgutwagens in Großenhain als Lager.

Im Oktober 2014 konnte die ISEG den wertvollen Wagenkasten bergen und vorläufig bei der Döllnitzbahn auf einem Rollfahrzeug hinterstellen.

730-230 auf einem Rollfahrzeug der Döllnitzbahn730-230 auf einem Rollfahrzeug der Döllnitzbahn

Pw nach SicherungsarbeitenPw nach Sicherungsarbeiten

Die sächsischen Gepäckwagen der Gattung Pw Sa 17 gelten als Vorbild für die in den 1920er Jahren von der Deutschen Reichsbahn beschafften zweiachsigen Gepäckwagenbauarten Pwi 23 und Pwi 27. Dadurch könnten zum Aufachsen des Pw Sa 17 – im übrigen der letzte erhaltene seines Typs – fehlende Baugruppen von ausgediente „Donnerbüchsen“ übernommen werden (also beispielsweise Puffer, Radsätze, Federpakete und die Bremsanlage).

Da es aktuell jedoch keinen Bedarf an einem Einsatz des Pw Sa 17 gibt, hat sich die ISEG entschlossen, den Kasten bis auf Weiteres der Döllnitzbahn als Lagerraum zur Verfügung zu stellen. Dazu haben Mitglieder und Freunde der ISEG mit Unterstützung der Döllnitzbahn und des Fördervereines „Wilder Robert“ e.V. in den Jahren 2018/19 alle Fensteröffnungen des Wagenkastens mit Blechen verschlossen. Aktuell trägt der Aufbau eine graue Lackierung. Am 8. Februar 2020 wurde er am Lokschuppen Mügeln aufgestellt.

 

Werksfoto eines Pw Sa 17Werksfoto eines Pw Sa 17